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Rund um die Heizung – Sondereigentum oder Gemeinschaftseigentum?

Gerade um die kalte Jahreszeit gibt es immer wieder Störungen der Heizung. Fraglich ist nun die Zuordnung der defekten Teile und somit i.d.R. auch die Frage, wer für die Kosten der Mängelbehebung aufkommt.

Gemäß § 5 I WEG gehören zum Sondereigentum die dem einzelnen Wohnungseigentümer zugewiesenen Räume sowie deren Bestandteile, sofern diese durch den Wohnungseigentümer verändert, beseitigt oder eingefügt werden können, ohne dass dadurch das Gemeinschaftseigentum oder das Sondereigentum anderer Wohnungseigentümer über das zulässige Maß hinaus beeinträchtigt oder die äußere Gestalt des Gebäudes verändert wird.

Generell kann gesagt werden, dass die zentrale Heizungsanlage, der Brenner, Kessel sowie der Heizölvorrat Gemeinschaftseigentum sind, wohingegen Heizkörper innerhalb der Wohnung per Teilungserklärung oder Vereinbarung als Sondereigentum ausgewiesen werden können. Dasselbe gilt für Thermostatventile/Heizungsventile.

Im Umkehrschluss bedeutet es, dass wenn Heizkörper, Thermostatventile oder Heizungsventile nicht explizit in der Teilungserklärung oder per Vereinbarung als Sondereigentum ausgewiesen werden, diese als Gemeinschaftseigentum gelten.  (vgl. BGH- Urteil vom 08.07.2011, Az.: V ZR 176/10).

Geräte zur Verbrauchserfassung (Heizkostenverteiler) gehören stets zum Gemeinschaftseigentum.  

Weitere Informationen, welche Gegenstände als Sondereigentum oder Gemeinschaftseigentum zählen, finden Sie hier

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